Die letzte Runde war eine reine Nervenschlacht. Für beide Teams ging es um eine Medaille und für beide war das keine Routine. Am Vorabend hatten wir beim Blitzturnier nochmal Zeitnotschlachtrn geübt. Agnes gewann das Turnier vor Laura. Die Reihenfolge der beendeten Partien in der 5. Runde:
Christin remis
Agnesa gewonnen
Valeria remis
Tanja verloren
2:2 nach 5 Stunden - nichts für schwache Nerven
Vicky kämpft im Endspiel mit Minusbauern ums Remis.
Laura und Elina standen gut, aber es sah eher nach remis aus, als nach zwei Siegen.
In dieser Situation ging Katja all in und versuchte in gegnerischer Zeitnot die Stellung zu verkomplizieren. Britta Leib bewies jedoch Nervenstärke und gewann die Partie. Vicky fand nicht die richtige Lösung, um das Endspiel remis zu halten, kämpfte aber großartig. Inzwischen zeigten Lauras und Elinas Gegnerinnen Nerven. Lauras Gegnerin tauschte im Turmendspiel mit Minusbauern die Türme. Das entstande Endspiel gewann Laura sicher. Elina eroberte einen Bauern am Königsflügel und kämpfte in der 6. Stunde um den Sieg, das 4:4 und damit um die Bronzemedailie für Sachsen-Anhalt. Mit bemerkenswerter Ruhe führte sie die Partie schließlich zum Sieg. NRW gewann auch die letzte Runde gegen Württemberg, so dass Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt die anderen Podestplätze unter uns ausmachten: zwar hat Sachsen-Anhalt nach 40 Partien 0,5 Brettpunkte mehr erspielt, aber die Sonneborn-Berger-Wertung gab den Ausschlag für die Norddeutschen. Am Ende ist der dritte Platz aber ein unerwarteter und großer Erfolg für uns. Wir waren an Platz 6 gesetzt, ließen uns weder von der Odyssee von Laura und Agnes noch durch die hohe Niederlage gegen NRW aus der Ruhe bringen. Die Stimmung im Team war super und Roland Katz und Dan-Peter Poetke, die das Turnier seit Jahren als Schiedsrichter leiten, würden sich sicherlich auch freuen, wenn es Sachsen-Anhalt schaffen würde, jetzt wieder regelmäßig mit einer Mannschaft an der Meisterschaft teilzunehmen.

